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Tadeusz Smereczyński
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Immanova Str. 59
Tel: + 7 (7132) 963 585 963 715 |
Am Sonntag 10:00
Am Samstag 19:30
Während der Woche 18:00
Aus der Geschichte: Pater Thomas Freiherr von
Gumppenberg
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Der berühmte bayerische Kapuzinerpater Thomas Freiherr von Gumppenberg hat die Kirche in Aktjubinsk in den Jahren 1981-83 gebaut. Von seinem Orden war er 1929 nach Lettland geschickt worden. Als die Sowjets 1940 im Rahmen des Hitler-Stalin-Paktes Lettland auf eigenes Ersuchen annektierten, durfte Pater Thomas bleiben, da er einen lettischen Paß hatte. Auch während der deutschen Besatzung 1941-1944 konnte er die Seelsorge dort ziemlich ungestört fortsetzen. Ebenso nach der sowjetischen Eroberung im Sommer 1944. Doch im Herbst 1945 wurde Pater Thomas wegen verbotenen Religionsunterrichtes für Kinder zu eineinhalb Jahren Straf- und Schweigehaft verurteilt und zu zehnjähriger Zwangsarbeit in einem Bergwerk in den hohen Norden Rußlands gebracht. Nach sechs Jahren war er infolge von Hunger, Entbehrung und Schwerarbeit so erkrankt, dass man ihn in ein Lager bei Moskau verlegte, wo er in einem Torfstich arbeiten mußte. Ein jüdischer Arzt nahm ihn nach einiger Zeit als Putzer in seinem Lazarett auf. Dort konnte er den Gefangenen viel Gutes tun und sie seelsorglich betreuen. In einem Brillenfutteral trug er stets das Allerheiligste bei sich. Im Jahr 1955 wurde er nach Lettland, in seine Heimat entlassen. Infolge der Zwangsarbeit hatte er sich ein Magenleiden und eine deformierte Wirbelsäule zugezogen. Er konnte nur gebeugt gehen. Außerdem machten ihm offene Beine zu schaffen. Trotzdem war er bereit, im Dezember 1979 nach Aktjubinsk zu gehen, um die dortige katholische Gemeinde von überwiegend Russlanddeutschen seelsorglich zu betreuen.
In
einem Bericht heißt es: "Er kam nicht als Ruhestandsherr, sondern als ein im
Feuer der Verfolgung erprobter, tatenfroher Seelenhirte. Er war ein von der Glut
des Heiligen Geistes erfüllter Zeuge des Herrn." Da bis jetzt nur ein Bethaus da
war, wurde im Mai 1981 mit dem Kirchbau begonnen, der im Oktober 1983 durch den
Rigaer Weihbischof Valerians Zondaks eingeweiht wurde. Über die Rolle von Pater
Thomas beim Zustandekommen des Kirchbaus schreibt ein Gemeindemitglied: "Alles
Planen, Messen, Zeichnen, ja die Bauleitung bis in die Einzelheiten, war
Nachtschicht von Pater Thomas. Es war niemand, der in solchen Sachen etwas davon
verstand. ... Wenn es sein mußte, legte der bald achtzigjährige auch Hand
mit an. Mehr als einmal sah ich ihn den Karren mit den Steinen schieben. ...
Wenn man ihm nahelegte, sich etwas mehr zu schonen, antwortete er: Ein Offizier
stirbt nicht im Bett, sondern auf dem Feld." Aus einer Predigt von ihm ist
überliefert: „Wenn ich gar nichts mehr für euch tun kann, dann kann ich noch für
euch sterben."
Von 1994 bis 1998 hat in Aktjubinsk Pfarrer Guido Becker, emeritierte Dompfarrer
vom Mainz, gearbeitet. Seit 1994 arbeitet auch in Atyrau der jetzige Pfarrer in
Aktjubinsk - Tadeusz Smereczyński aus Polen.
Aus: Guido Becker, Und die Krebse pfeifen doch! SJM - Verlag, 2000. |
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last update: 28.01.2008 |